oder eher: auf ein Nächstes. Denn ab Dienstag stürze ich mich kopfüber in die Korrektur; meine erste Korrektur. Im Grunde bin ich schon seit Mitte Dezember immer wieder so aufgeregt, daß ich nicht weiß, ob ich mich lieber vor dieser Arbeit verstecken oder sie umgehend beginnen möchte. Dieser Tage bin ich, je näher der Dienstag rückt, so unglaublich gespannt, daß ich froh bin, keine Stromleitung im bevorstehenden Wintereinbruch zu sein. Nein, das ginge nicht gut.

Doch es ist, selbstverständlich, eine gute Anspannung, eine gute Nervosität. Ein Manuskript zu schreiben ist sicher der leichteste Teil (zumindest für mich): einfach raus mit allem, was mir gerade dazu im Kopf herumkriecht und flüstert. Alles andere dann im zweiten Durchlauf. Und egal, wie oft ich mir in der kommenden Zeit die Haare raufen werde, wenn es darum geht, Passagen zu ergänzen, umzuschreiben und zu einem Gesamtbild zusammenzufügen – ich glaube nicht, daß ich meine Vorgehensweise ändern werde. Wenn ich ein Manuskript schreibe, übe ich mich gleichzeitig im Stummschalten des Perfektionismus‘. Während dieser ersten Phase möchte ich, daß einfach alles aus meinen Fingern fließt.

Daß die Phasen sich so unterschiedlich gestalten wie Tag und Nacht, mag ich. Dem kreativen Schreiben kann ich ebenso viel abgewinnen wie dem Ordnungschaffen. Dem Loslaßen und den Verlauf den Charakteren in die Hände gegeben genauso wie darauffolgend wieder die Fäden in die Hand zu nehmen und zu prüfen, ob das alles so paßt und Sinn ergibt.

Wenn ich eines im November gelernt habe, dann, daß all diese Phasen so unterschiedlich und individuell sind wie ihre Autoren selbst und ich freue mich unheimlich darauf, eine weitere Seite an mir kennenzulernen. 🙂

So gut der Abstand von gut einem Monat jetzt war, juckt es mir herzlichst in den Fingern, mich wieder ans Werk zu begeben. Wie sehr mir das tägliche Schreiben fehlt (abgesehen vom Tagebuchführen), macht sich immer dann bemerkbar, wenn ich mal wieder eine längere Nachricht verfaße oder verfaßen muß. Da kommt in mir ein Stein ins Rollen, der sogar mit Gegenwind noch bergauf käme.

Ohne Schreibarbeit geht es eben nicht mehr. Wundervoll beängstigend und schön zugleich. 🙂

Greta

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