Sicher, an den Schreibtisch. Dorthin, wo Zettel und Stift nur darauf warten, durch mich in Flammen aufzugehen. Also nicht nur an den Schreibtisch, sondern in diesen Moment. In diese Stimmung, diese Welt.

Soll heißen, ich halte mich auf Instagram bis auf Weiteres zurück.

Als ich im Frühjahr 2014 angefangen habe, nach jahrelanger Pause, auf tumblr meine Gedanken hinauszutragen, war es nicht das – kein Hinaustragen in dem Sinne. Es war vielmehr eine wunderbare Möglichkeit eines digitalen Tagebuchs in Form von Gedichten. Vor kurzem habe ich mein Einjähriges auf Instagram still und heimlich feiern können und bin unglaublich dankbar über die Welt, und vor allen Dingen die Menschen und Texte, die sich mir dort offenbart haben. Nicht nur mehr oder weniger still mitlesend, auch Kontakte, die sich dort ergeben und entwickelt haben. Aber.

So sehr ich andere Welten (egal, ob die persönlichen im Austausch oder die, die mit Texten erschaffen werden) liebe und es unglaublich interessant und bereichernd und inspirierend finde, was jeder von euch mitzuteilen und zu geben hat, so unglaublich schnell verliere ich mich auch in all diesen Welten. Für mich ist es weniger das völlig geistesabwesende Herumstöbern online als viel mehr andere Welten bestaunend. Was mich wiederum auf Dauer von meiner eigenen ablenkt bzw. abhält.

Wer jetzt den Finger hebt, leicht verschmitzt grinst und denkt: Selbstdisziplin, meine Liebe!, der tappt nicht ganz im Dunkeln. 😉 Wobei es für mich eher mit Balance zu tun hat. Das, mein, Gleichgewicht finden zwischen in andere Welten eintauchen und in meiner verschwinden und sie Stein für Stein bauen. Auch wenn ich Stein für Stein gebaut habe dieses Jahr über und auf jeden Schritt, jede Veränderung, die ich spüre, stolz bin und mich freue, bleibt doch ein Knäuel Unzufriedenheit. Nebst einem Knäuel Leere. Es ist ein Ungleichgewicht entstanden, dem ich nun entgegentrete und -wirke.

So viel Freude es mir bereitet und ich es spannend finde, meine Fortschritte von Anfang bis Ende zu teilen, kann ich das nicht vom ersten Schritt an. Achtung, paradox, denn ua. mit diesem Beitrag (und wer mir schon eine gewisse Zeit folgt), tue ich es doch. 😉

Die Zeit des ersten Manuskripts, mit dem ich mir selbst die Geschichte erzähle, die in mir schwirrt und wächst und strampelt und was nicht alles, kann ich nicht teilen, stelle ich fest. Kann ich schon, doch dann bleibt das, was mein Werk ausmacht, zu einem Teil auf der Strecke. Das spüre ich. Und hinterläßt mich ein wenig traurig, unzufrieden und auch beschämt gegenüber der Ideen, die in mir wohnen. Denn die nehme ich in erster Linie nicht als etwas wahr, an dem ich arbeite. Ganz mechanisch. Ganz mathematisch. Nichts gegen Mathematik, aber ihr wißt schon. All die Ideen sind für mich wie kleine Wesen, die sich mir offenbaren (ganz zu schweigen von all den Charakteren) und sie nicht als das Wunder wahrzunehmen sondern so mit einem Augen nebenher immer mal wieder zu betrachten und mich um sie zu kümmern… läßt mich beschämt zurück.

Ich möchte diesen Wesen wieder gerecht(er) werden. Und das bedeutet, von euren wundervollen Texten und Welten einen Schritt wegzutreten. Wochenends werde ich sicher vorbeischnuppern und auch für Austausch bin ich nach wie vor zu haben. Schließlich will sich auch das ein und andere Gedicht von mir weiterhin präsentieren. Doch wenn ihr euch im Laufe der kommenden Tage, Wochen, vielleicht sogar Monate (kurzer Herzinfarkt bei der Vorstellung, aber ja) vielleicht wundert – das ist der Grund dafür.

In die Entscheidung spielt auch mit hinein, das möchte ich nicht unerwähnt lassen, da ich dieses Thema genauso wichtig finde und ihm zukünftig auf diversen Wegen etwas mehr Raum geben mag (Stichwort YouTube, räusper), daß ich zu den Seelen gehöre, die tagein, tagaus einen Blick auf Selbstfürsorge haben müssen. „Müssen“ klingt sehr viel steifer als es ist. Nach so vielen Jahren, in denen ich mich diversen kompensaotirschen Verhaltensweisen hingegeben habe und die Selbstfürsorge folglich relativ brach lag, liebe ich den Weg, auf dem ich seit wenigen Jahren bin. Und immer wieder entdecke ich neue kleine Routinen, die mir (ergänzend) gut tun oder aber muss mich äußeren Veränderungen einfach anpassen. Tagein, tagaus nehm ich so viel mehr wahr als ich mir in Echtzeit bewußt machen kann… so vieles wirkt oft nach und meldet sich Tage oder Wochen später erst wirklich. Manchmal kann ich da nur herzallerliebst die Augen drüber verdrehen weil… aaargh. Warum? Weil.

Weil es genau das ist, was mich ausmacht. Nicht nur als Menschen. Natürlich beeinflußt es auch ungemein das, was ich schreibe. Wie ich schreibe. Dann und wann habe ich tatsächlich versucht, ein wenig dagegen anzukämpfen und aus Prinzip eine andere Richtung, einen anderen Ton anzuschlagen. Aus Prinzip, oder weil ich mich gefürchtet habe, vor mir selbst, das auszuleben, was ich mag, das zu schreiben, was ich denke und fühle und mitteilen mag und auch gefürchtet vor dem, was die Gesellschaft mir anerzogen hat von kleinauf. So traurig. Der ein oder andere von euch, der die Zeilen liest, kennt es sicher. Nicht genug zu sein, gewisse Anforderungen vermutlich nicht erfüllen zu können und weiß der Himmel. Bei mir ist es das Gefühl zu viel zu sein. Ein Thema, mit dem ich mich in den letzten Monaten beschäftige und das nun auch in diese Entscheidung hineinspielt.

Zurück zu mir. All die verschiedenen Erkenntnisse und alten oder neuen Bedürfnisse, die dadurch ans Licht kamen und kommen, ganz in Ruhe auf mich wirken lassen. Meine Welt erkunden und meine Welten erschaffen. Für´s Erste bleibt der Text teils vielleicht etwas kryptisch – für Fragen bin ich allerdings immer offen. 😉

Was auch immer sich wann und wie manifestiert und bereit ist, das Licht der Welt zu erblicken und sich euch vorzustellen – ihr werdet es erfahren. Am Einfachsten ist es, ihr klickt auf „Folgen“ oder haltet Ausschau in den IG Stories.

Ich bin nicht weg. Ich hol nur Anlauf. Wir sehen uns ganz bestimmt wieder. 🙂

Laßt es euch gutgehen, kümmert euch um euch, vergeßt euch nicht über all die Welten, die wir mittlerweile so schnell betreten können … schreibt als gäb´s kein Morgen, erschafft, kreiert. Die Welt braucht all das, was unsere Herzen und Seelen brennen und hell erleuchten läßt.

Liebst,

Greta

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