Visionen & ihre Umsetzung

Visionen können so groß sein oder werden, daß wir sie aus den Augen verlieren; wenn auch nur für eine gewisse Zeit. Wollen wir das? Nein. Nicht mehr. Wenn es dir auch so geht.

Jeder, der einer Leidenschaft nachgeht, macht es nicht einfach so, nicht so nebenher. Wir leben sie, weil wir sie lieben, weil wir sie leben wollen und irgendwie auch müssen. Es ist uns auch Bedürfnis, wenn nicht gar Berufung.

Doch jede Vision hat es an sich, daß sie, steckt man erstmal bis zum Hals drin, unser Warum nimmt und es uns nachwirft. Sicher, wir vergessen unser Warum nicht komplett. Aber ist es nicht einfacher, wenn wir, bevor wir in diesen Sumpf springen (auch wenn der Sumpf ein nicht ganz so ruhiges, fließendes Bild ist wie kaltes Wasser – hier geht’s darum, wie es sich anfühlt und nicht, wie hübsch das Bild aussieht), überall Schilder aufstellen, auf die wir malen oder schreiben, warum wir uns hineinbegeben? Ob wirr und unsortiert, hauptsache Schilder, hautpsache Erinnerungen – oder in einer gewissen Reihenfolge, das hängt von jedem selbst ab weil Typsache.

Und sei unbesorgt. Da kein anderer diesen Sumpf weder sehen, noch spüren kann (zumindest nicht so wie du; wenn du wochenlang abtauchst um zu schreiben, an deiner Vision zu arbeiten, wird das der ein und andere schon spüren 😉 ), beschildere ihn wie und mit was du willst. Wenn du über irgendein Warum leise denkst: nee, das ist doch lächerlich, dann laß‘ dir gesagt sein: das ist dein Ego. Das wurde dir von unserer Gesellschaft so eingetrichtert und anerzogen. Nichts, das dich motiviert, das dich beim Erschaffen deiner Vision unterstützt, ist lächerlich!

Für Schreibatmosphäre läuft bei mir regelmäßig entweder die Filmmusik von Harry Potter oder Ambience (youtube ist eine Schatztruhe) zu/aus dieser Welt. Wahrscheinlich auch, weil es eine technikfreie Welt ist – das mochte ich schon immer sehr. Schon immer.. ha, als ich die Bücher damals verschlungen hab, war Technik noch lange nicht so vertreten wie heute, machen wir uns nichts vor. 😉 Aber ihr wißt. Wenn ich diese Musik oder die atmosphärischen Stücke höre, fühl ich diese Ruhe und das hilft mir ungemein. Seit ich in Schottland diesen Sommer auf dem letzten Campingplatz zwischen Meer und Highland-Ausläufern täglich den Zug habe vorbeifahren sehen & -hören, noch einmal intensiver. 🙂

Das findet jemand lächerlich? Bitte. Mir hilft es bei der Umsetzung meiner Vision. Jetzt, in diesem Moment, tue ich etwas für meine Zukunft, mein zukünftiges Ich, das mir dankbar sein wird. Oder sich selbst? Das ist ein anderes Thema. 😉

Sei es dir selbst wert, dich um dich, deine Zukunft zu kümmern und deine Vision/en zu verfolgen. Tu‘, was dich glücklich macht, was dir in schwierigeren Zeiten dabei hilft. Denn du bist es wert. Die Vision, die du hast, ist nicht umsonst an die haften geblieben. 🙂 Aber sie ist nicht nur schön, nein, sie kommt mit mindestens diesem einen Arschtritt: mach auch was aus ihr! 🙂

Wer mich sucht, ich bin im Ravenclaw-Gemeinschaftsraum. Ein Fenster ist offen, falls du eine Eule schicken magst.

Greta

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Wie ich mich selbst inspiriere und warum es mir Angst macht

Natürlich ist es wundervoll, wenn ich Zeilen schreibe, die mir in den Sinn kommen und sich formen und wachsen und Gestalt annehmen, die mir drei Zeilen zuvor noch nicht einmal ansatzweise  durch den Kopf schwirrten.
Angst ist vielleicht nicht ganz das passende Wort… doch zu wissen, wenn ich ein, manchmal auch zwei oder erst drei Texte so vor mich hin schreibe und plötzlich bricht sich etwas Bahn, weil ein Bild entsteht oder eine Wortgruppe eins hervorruft, daß nicht mehr nur in einer handvoll Zeilen Platz findet, läßt mich das Schreiben manchmal gar nicht erst beginnen. Weil ich ganz leise in mir weiß: einmal die Feder gezückt und angesetzt, stehe ich mit beiden Beinen in der Ungewißheit.
Ungewißheit darüber, was gleich alles seinen Weg zu mir finden wird. So spannend und aufregend und abenteuerlich es zu großen Teilen genau deswegen ist, schreit irgendetwas nur allzu gern in mir: nee, jetz‘ nicht, echt. Ich wollte noch das tun und dies und jenes und – . Pff. Diese Stimme besteht sicher aus Ego, daß lieber in seiner Komfortzone bleibt und Ungewißheit ganz schlimm findet, sowie Perfektionismus, dem das alles schnell über die Ohren wächst und lieber vorbereitet und von Beginn an sortiert ist und dem inneren Kritiker, der nichts zu befürchten hat, wenn nicht geschrieben wird. Logisch.
Zum Kuckuck mit all denen! Dann verliere ich mich eben die nächsten Stunden in Texten oder in einem großen. Und? Alles, was noch auf der Tagesliste steht, findet trotzdem seine Zeit. Aus verschiedenen Gründen ist die Abenteurerin in mir jedoch wacher denn je und klatscht in diesen Momenten leise jauchzend in die Hände.
Ich mag mich nicht länger zurückhalten, wenn es darum geht, meine Kunst zu leben. All die Gedanken, Empfindungen und Ideen aufzuschreiben, erstmal festzuhalten. Bequemlichkeit ist ebenso der Tod des Erschaffens wie Perfektionismus. Ich mag diese Momente nicht länger runterschlucken und aussitzen, nur weil ich nicht weiß, was alles auf mich niederregnen wird, wenn ich den ersten Tropfen entgegenlächle. Wie langweilig.

Die Blätterstapel mit Notizen und Kritzeleien sollen weiter wachsen. Einfach schreiben. Einfach machen. Nur so habe ich mehr und mehr Material und kann Wundervolles erschaffen. Nur so fühle ich mich am Ende des Tages wirklich glücklich und zufrieden. Wenn ich weiß, ich habe mich nicht zurückgehalten; mich nicht zurückhalten lassen.
Es spielt sicher auch die gesellschaftliche Konditionierung eine Rolle: die Zeit zunächst mit praktischeren Dingen nutzen. Dann das Vergnügen. Dann die Kunst. Doch die Kunst ist nicht einfach nur Zierde – war sie das je? Die Kunst, empfinde ich, ist vielmehr ein Bedürfnis. Wie sonst könnte ich mich am Ende des Tages unbefriedigt fühlen, wenn ich weiß, ich war kaum bis gar nicht kreativ?

Und es sind nicht nur Wortgruppen oder Bilder, die wachsen, umso mehr Worte ich ihnen zugestehe. Ein Bild ruft ein ganz anderes hervor. Eine Geschichte versteckt in irgendeiner staubigen Ecke viel zu oft Gedanken und Ideen für eine völlig andere.
Genau das nährt zwar das Gefühl des Überranntwordenseins und neckt mein „aber das mag ich gleich irgendwie ordnen, sonst wächst es mir über den Kopf und ah“. Wobei ich ganz genau weiß, daß auch wieder Stunden kommen, in denen ich so richtig Lust habe, zu sortieren und mich nichts ablenken kann. Mich nichts, was ich überfliege, in dem Moment inspiriert.

Nicht zuletzt ist es doch auch so: ich gehe meinen eigenen Weg. Viele andere gehen ihn auch. Von außen sehen sie sich hier und da ähnlich, vielleicht, was das Gelände oder Flora und Fauna betrifft. Dennoch sind es alles Trampelpfade, die mit jedem Schritt, den wir setzen, entstehen. Wie kann ich, wie können wir, vorher wissen, was auf mich zukommt? Was ich brauche um damit fertigzuwerden? Also vertraue ich darauf, daß ich zu jeder Zeit alles habe, was ich brauche. Und was mir fehlt, brauche ich auch nicht. Mal abgesehen von Utensilien zum Schreiben, aber wollen wir mal nicht kleinlich werden. 😉

Inspiration wartet nicht. Sie ist da, wenn sie da ist. Sich von ihr mitreißen zu lassen, wie auch immer es für dich aussieht, ist mutig! Sie macht so viel mit uns. So vieles, das wir oft erst im Nachhinein verstehen und, wer hätte es gedacht, noch einmal aus diesem Brunnen schöpfen. Ein Brunnen, habe ich den Eindruck, der statt leerzulaufen überläuft. Je mehr, umso besser – denn dann fällt das Teilen mit anderen leichter. 🙂

Greta

Nische – und verkriechen

Oft spielt das Leben ja so. Man schaut kurz nicht hin oder ist einerseits schon bei der Sache aber doch nicht wirklich und schon kann ich nicht mehr sagen, wie genau ich darauf gestoßen bin: Solarpunk. Was jedoch viel wichtiger ist, ist, daß mir sehr warm ums Herz wurde. Nicht nur, weil ich für mich mit meiner Lebenseinstellung, meiner Sicht auf die Dinge und meinem Verständnis eine Nische und Namen gefunden habe, der es leichter macht, mehr rauszuholen und zu lernen. Meine Aurora-Chroniken, die zwar noch Quark im Schaufenster sind, haben ebenso ein Zuhause gefunden. Das finde ich alles auf so vielen Ebenen wunderbar, daß ich gar nicht recht weiß, wo anfangen.

Es kommt selbstverständlich der Vermarktung zugute und wird die Leser finden, die sich auf irgendeine Art und Weise darin wiederfinden können und Inspiration finden. Zuspruch und Mut. Was nicht alles noch. Sondern lenkt die Leser, die, wie ich bis gestern, noch nichts von Solarpunk gehört haben, in die Richtung, die mir einzig mögliche scheint, um zum Einen das Überleben der Menschheit zu sichern (was in meinen Augen aber nur bedingt wichtig ist) und zum Anderen das Töten unseres Planetens unterbindet. Wobei ich auch glaube, daß die Erde durchaus in der Lage ist, noch eine Plage heraufzubeschwören, die ordentlich was anrichtet. Ich meine, unsere bekannten Zivilisationskrankheiten wie Krebs, … sind schon gut unterwegs, doch unsere Medizin (auch wenn die Schulmedizin lieber krank macht um Geld zu scheffeln) hält gut dagegen. Lebensverlängernde Maßnahmen und was nicht alles.

Und bevor du jetzt groß aufschreist, den Kopf schüttelst und mich mit allen Möglichen Themen und Argumenten bewirfst – das alles ist ein riesengroßes Thema, das ich in wenigen Absätzen logischerweise nur anreißen kann; das selbst an einem gemütlichen Abend bei Kerzenschein und Tee nicht ausreichend diskutiert, philosophiert und beschwiegen werden kann. Persönliche Erfahrungen mit den bescheidenen Krankheiten habe ich auch. Und ich bin mir selbst noch nicht sicher, wie genau ich zu lebenserhaltenden Maßnahmen, Organspende, … stehe. Ich würde definitiv nicht am Leben bleiben wollen, wenn ich nach was auch immer nur noch Gemüse wäre. Oder mich nicht mehr von A bis wenigstens U selbst um mich kümmern könnte. Es ist wunderbar, was die Medizin mit den Jahrhunderten geschafft hat und begeistert mich immer wieder, wenn ich mir vorstelle, wie viele Menschen in der Zeit Versuchskaninchen waren und an den mittlerweile banalsten Verletzungen uä gestorben sind. Oder anderweitig leiden mußten. Das ganze ist für mich ein sehr zweischneidiges Schwert. Und ich komme etwas vom Weg ab. 😉

Tatsache ist (ich spreche natürlich von mir): der Mensch ist nicht die Krone der Schöpfung. Sicher, faszinierend, was unsere Körper können, doch wie blöd, daß wir nicht nur unsere eigenen Umweltbedingungen zerstören, sondern gleich die aller anderen Spezies mit? Wegen sozialer Anerkennung? Wegen eines Papiersystems, das ich nach wie vor auch nicht wirklich verstehe? Absurd. Völlig.

Ja, Veränderung ist anstrengend und tut weh. Wann hast du das letzte Mal eine nicht ganz so tolle Gewohnheit abgelegt? Oder eine, zwei, drei neue eingearbeitet in deinen Alltag? Wie lange hat das gedauert? Oder wieviele Anläufe hast du gebraucht? Genau. Und da geht´s noch nichtmal um wirklich einschneidende Veränderungen, nicht wahr? Vermutlich mehr das Übliche (nicht weniger wichtige): mehr Bewegung, Zahnseide täglich nutzen, 10 Minuten am Tag meditieren, nur noch 1 Stunde TV schauen, .. aber, gib nicht auf. Egal, was es ist, mach weiter. Und wenn es der dritte Anlauf ist. Wobei ich auf meinen Reisen festgestellt habe, daß sich manch kleinere Gewohnheiten entweder einfach gut verbinden laßen und ich sie daher ziemlich gewieft einbauen kann, oder mich ein sehr viel größerer, ernster Beweggrund bei Laune hält.

Und zählt da die Welt retten nicht mit drunter? Nur weil es uns noch nicht oder nicht direkt betrifft, heißt es nicht, daß wir noch nichts tun sollten. Das Überleben der Menschheit ist für mich persönlich nur bedingt Antrieb. Mir geht es vielmehr um die Erde und was wir aus so hirnrißigen Möchtegern-Gründen mit ihr machen. Und spiegelt es nicht auch wieder, wie wir mit uns selbst umgehen? Was wir uns selbst wert sind? Wie wir miteinander umgehen? Wo ist die Liebe hin? Sicher, es gibt genügend Gegenwind zu all dem und dank der Vernetzung bin ich auf so einige intereßante Menschen und Themen – und nicht zuletzt Solarpunk – gestoßen. Doch verkriechen wir uns nicht länger hinter unseren Bildschirmen. Im Alltag mutig das Leben, was wir leben wollen. Wie wir leben wollen. Die Welt retten fängt bei uns selbst an. Rette dich, deine Gesundheit (psychisch wie physisch). Unterstütze deine Mitmenschen, steck sie an, bleib standhaft. Wind stärkt die Wurzeln der Bäume. Nehmen wir uns, wie so oft, also ein Beispiel an der Natur! 🙂

Okay, die Kurve gut bekommen, denke ich. Ich habe keinen Führerschein. Die Aurora-Chroniken wird mir ihren drei Erzählsträngen definitiv nach wie vor mit einer ihren Schwerpunkt auf der Apokalypse behalten. Solarpunk scheint in der Literatur, wobei es darüber noch nicht allzu viel gibt, was aber auch spannend ist, wie ich finde, natürlich weiterhin einen guten technischen Teil beizubehalten. Und viele Menschen. Wobei es für jedes Genre ja keine absolut klar gezogenen Grenzen gibt und wir die Geschichten erzählen, die wir erzählen wollen. Ein Erzählstrang wird also verfolgen, wie eine Gruppe Gleichgesinnter weltweit die Apokalypse via eines Virus´plant. Es wird spannend, anstrengend, heftig und abartig. Genügend Bilder haben sich mir dahignehend schon offenbart. Ich mag die Dystopien, die ja mittlerweile in manchen Filmen und Serien dargestellt werden, wobei es mir oft an Greifbarkeit fehlte. An ganz trivialen Hintergründen, Informationen und alltäglichem Geschehen. Darauf lege ich definitiv einen weiteren Schwerpunkt, sobald Stunde Null gekommen ist. Dieser Erzählstrang wird unglaublich intereßant, weil recht einsam (ohne zu viel zu verraten) und Stichwort Traumaverarbeitung. Was ich persönlich im verhältnismäßig kleinen Rahmen kenne, durchlebt habe bzw durchlebe, ist zwar kein Vergleich, jedoch ein guter Ansatzpunkt. Eine Ahnung. Ja, ein sehr vielschichtiges Thema, da jeder Trauma anders verarbeitet und es daher nur bedingt griffig ist. Doch es ist höchste Zeit für mehr solcher Geschichten. Der dritte Erzählstrang verfolgt einige Personen der siebten Generation. Vor wenigen Monaten noch kam mir irgendwie „Die elfte Generation“, doch – amüsante Geschichte zwischendurch: vor einer Woche habe ich mich damit vergnügt, einige Namen (geplant 160) für verschiedene Stammbäume rauszusuchen. Das sind viele Namen, ja. Auch wenn ich zwischendurch fand, daß nicht jede Person bekannt sein muß (zumal diese Stammbäume zum Großteil vermutlich „nur“ Hintergrundarbeit für mich würden), hab ich es irgendwann auf sieben Generationen begrenzt. Und aus irgendeinem Grund, achja, mich hat intereßiert, welchen Zeitraum die ausmachen. Denn der dritte Erzählstrang muß ausreichend genug in der Zukunft liegen, daß sich eine neue Gemeinschaft und Gesellschaft hat entwickeln können. Sowas paßiert ja auch nicht in 50 Jahren. Bei der Sucheingabe stieß ich dann darauf, daß es im nativen amerikanischen Glauben heißt, Familientrauma lösen sich nach sieben Generation. Oder können. Man muß schon selbst was dafür tun, ohne Frage. Wie das Leben also so spielt. Das paßte wunderbar. Das als kleiner Ausflug in den Recherchealltag bzw. was unterwegs so paßiert. 😉

Was jetzt insgesamt recht düster und schwer klingen mag, wird abgefangen von einger guten Portion Spiritualität und zarten, übernatürlichen Fähigkeiten und einem Alltag, der im Einklang mit der Natur und ihren Rhythmen, ihren Kräften gelebt wird. Das ist nicht nur ein großer Part, den ich an den postapokalyptischen Geschichten, die ich verfolgt habe, mag, sondern für mich abseits des Bildschirms liebe. Diese Rhytmen bewußt wahrzunehmen und mich mit ihnen zu bewegen, mit ihnen zu gehen, zu lernen und zu wachsen, ist so erdend und beruhigend. Vielleicht ist das auch ein Punkt, der die Gesellschaft an den Punkt gebracht hat, an dem sie nun ist. Sie hat sich mehr und mehr zurückgezogen aus der Natur (wenn auch zunächst nicht bewußt bzw aus praktischen Gründen, siehe Industrialisierung, verschwommene Erinnerungen aus dem Geschichte-LK kommen mir in den Sinn, wie viele wegen Arbeit in Fabriknähe ziehen bzw irgendwie so Städte entstanden sind) und so die Verbindung gelockert, fast gelöst. Bis die Folgen auf sie zurückfallen, vergingen nun gerade so 200 Jahre. Wobei ja schon Anfang, Mitte des letzten jahrhunderts einigen klar war, was auf uns zukommen würde, wenn wir so weitermachen. Aber… da es keinen noch so wirklich betroffen hat – sind wir nun hier.

Wenn ich solche Themen in Unterhaltungen anschneide, bekomme ich nur zu oft zu hören, wie pessimistisch ich doch sei. Was A überhaupt gar nicht der Fall ist, ich könnte nicht optimistischer sein, aber gut, das ist dann dem (nicht so guten) Kennen zuzuschreiben 😉 , B sehe ich einfach realistisch, das Große Ganze zu sehen und zu verstehen, all die Zusammenhänge, war mir schon immer Fluch und Segen, denn viele, viele Jahre ging es mit sehr viel (Welt)Schmerz einher, den ich versucht habe zu betäuben und daraus folgt C daß mir eben keine Dystopie in den Sinn kam sondern eine Utopie – sagt das nicht alles? Ich weiß nun also einmal mehr, warum ich hier bin, warum ich schreibe, warum ich das schreibe, was ich schreibe, warum ich diese schmerzvollen Jahre überlebt habe (überleben wollte).

Das zur Nische, die hoffentlich zur Ecke wird und dann zum Raum, zum Haus, zum Anwesen, zum Königreich. 😉

Und verkriechen? Auf Instagram sicher schon mitbekommen: Camp NaNoWriMo steht vor der Tür. Es wird mein erster Camp-Monat und ich freu mich unheimlich drauf. Auch wenn mich in den Gruppen, die es im Forum so gibt, nicht weiter beteiligen werde, weil ich mich ausschließlich auf meinen Fortschritt konzentriere, beflügelt und motiviert und bestärkt mich doch das Wissen, daß diese 30 Tage so viele andere Menschen weltweit ähnlich Priorität setzen. Auch wenn mein Ziel ist, die übrigen ca 200 Seiten zu korrigieren, bietet Camp NaNo im Gegensatz zum NaNoWriMo die Möglichkeit, ua die Stundenanzahl, die man investieren möchte, zu verfolgen statt der Wortzahl. Hm, vielleicht gehe ich auch nach Seitenzahl.. oh, die Entscheidung hat bald zu fallen. So oder so. Ich werde mich verkriechen, in die Geschichte meines Großstadtrotkäppchens und sie beenden, sodaß im Mai und Anfang Juni „nur noch“ Feinschliff ansteht. Mein Zeitplan ist straff? Dem widerspreche ich nicht. 😀 Doch wer kennt es nicht. Die ersten 10 Minuten überwunden, verliere ich mich bestenfalls stundenlang. Vielleicht gebe ich einen Zwischenstand ab, vielleicht nicht. Ihr werdet es mitbekommen. 🙂

Praktischerweise habe ich die letzte April-/erste Maiwoche auch Urlaub um all das zu einem runden Abschluß zu bringen und kurz durchzuatmen.

Greta

sich selbst überfallen

Einfach anfangen. Meiner Ansicht nach gibt es keine Schreibblockade. Vielmehr ist es etwas, das wir uns Tag um Tag, den wir nicht schreiben, einreden. Ganz leise. Ganz tief in uns selbst. Tag um Tag – ich rede nicht von Balance. Natürlich gibt es Tage, an denen wir uns ganz anderen Intereßen widmen und aufladen. Ähnlich wie ein Spaziergang. Den Kopf befreien, etwas Neues sehen und entspannen.

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Musen und ihre Eigenheiten

Wichtig zu wissen ist, und das scheinen alle Musen gemein zu haben: sie steht nicht geduldig neben dir oder sitzt im Raum herum und wartet nur darauf, daß du endlich den Pinsel in die Hand nimmst und ihn in die Farbe tauchst; oder der Stift in deiner Hand das Blatt berührt; oder deine Finger über’s Instrument streichen. Nein.

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Jupiter am Horizont

Wie viele Jahre habe ich auf der Schaukel geseßen und mich eindrehen laßen von Menschen, die nicht wußten, wann es genug war (oder es wußten und sich nicht drum scherten) und von Menschen, die es gut mit mir meinten, mich aber nicht für die Seele sahen, die ich bin.

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