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Selbstportrait, November 2019

In der Schulzeit schon fällt auf, daß sie für die von der Gesellschaft vorgegebenen Rahmen, innerhalb derer es sich zu entwickeln gilt, nicht viel übrig hat, wenn sie sich durch diese eingeschränkt fühlt. Sie sucht sich schon im frühen Jugendalter intuitiv die Kämpfe aus, die ausgetragen werden müssen, um ihre Überzeugungen zu verteidigen. Mit ihrem Studium (Musikwissenschaft & Kunstgeschichte) verfolgt sie später einen ihrer Kindheitsträume, welcher sie jedoch, in viel zu ähnliche Rahmen gesteckt, nicht zufriedenstellte – ganz im Gegenteil. Depressive Phasen sowie Essstörung machen ihr das Aufdemwegsein/Aufdersuchesein nicht leichter. Kurze Zeit nach einem Klinikaufenthalt bricht sie ihr Studium ab um eine Ausbildung zur Modedesignerin zu beginnen, die sich jedoch als ebenso begrenzend erweist und sie beendet sie vorzeitig.

Nach all der Zeit und versuchten Wegen ist nun eines klar: Schreiben. Das Schreiben wieder aufnehmen und wachsen laßen.
2014 veröffentlicht sie unter dem Pseudonym Fräulein Eszett Gedichte auf tumblr; drei Jahre später eine Gedichtbandreihe. Während noch im Sommer 2016 pendelnd im Zug erste Ideen zu umfangreicheren Geschichten hat, sind diese nunmehr zu vier Romanprojekten gewachsen, die sie seitdem verfolgt.

Der nicht allzu aufregende Alltag im Kundenservice ermöglicht es ihr, sich in ihrer Freizeit, nebst anderen Interessen, diesen Projekten zu widmen. Dabei stellt sie gern die unbequemeren Fragen, die ihre Leser zum Nachdenken und Reflektieren anregen sollen, wobei der Genuß an den kleinen & großen alltäglichen Wundern keineswegs zu kurz kommt.